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Stedinger Johanniter Teil eines bundesweit einzigartigen Konzeptes

Starke Partner für die Sicherheit in Offshore-Windparks (von links): Christian Brozinski (WINDEA Offshore GmbH & Co. KG), Knut Gerdes (EMS Martime Offshore GmbH), Frank Zabell (NHC Northern HeliCopter), Wilfried Barysch, Diether Liedtke, Alexander Jüptner (alle Johanniter-Unfall-Hilfe), Hinrich Eden (SSC Wind GmbH) und Casper Spreter von Kreudenstein (WINDEA Offshore GmbH & Co. KG).

Einweihung der Leitstelle VENTUSmedic für die Versorgung von Offshore- Windparks.

Berne-Bardenfleth. Mit einem Festempfang haben die Johanniter die neue medizinische Leitstelle VENTUSmedic eingeweiht. Sie ist Teil des Versorgungskonzeptes WINDEAcare und im Ortsverband Stedingen in Berne angesiedelt, in dem schon jetzt die größte Hausnotruf-Zentrale der Johanniter bundesweit betrieben wird. WINDEAcare ist ein in Deutschland bislang einzigartiges Konzept für die medizinische Versorgung von Offshore- Windparks. Gäste der Einweihung waren unter anderem Sören Makel vom Havariekommando Cuxhaven, Kapitän Dirk Hinners-Stommel, Leiter des Maritime Rescue Coordination Centre der DGzRS, sowie Vertreter von Betreibern von Offshore-Windparks.

In der medizinischen Leitstelle VENTUSmedic, die in einem für mehr als 75.000 Euro komplett umgebauten und mit modernster Technik ausgestatteten Nachbargebäude des Ortsverbandes Stedingen entstanden ist, werden zukünftig die Notrufe von den Offshore- Windparks eingehen. Bis zu 150 Kilometer von der Küste entfernt werden bald über tausend Menschen arbeiten, die oft 14 Tage am Stück ununterbrochen auf See bleiben. Neben Arbeitsunfällen können währenddessen auch Erkrankungen, angefangen bei einer leichten Erkältung bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder schwerem Trauma, jederzeit auftreten. Eine vergleichbare medizinische Versorgungsstruktur wie an Land besteht jedoch im Offshore-Arbeitsumfeld noch nicht. Das soll jetzt anders werden.

„Nicht zuletzt auch darum, weil wir selbst unsere Mitarbeiter in den Offshore-Windparks im Einsatz haben, war und ist es für die Unternehmensgruppen AG EMS und SSC Wind mit ihren Töchtern Northern HeliCopter (NHC) und WINDEA Offshore ein besonderes Anliegen, eine Notfallversorgung auf hohem Niveau sicherzustellen“, erklärte Knut Gerdes, Geschäftsführer der EMS Maritime Offshore GmbH, in seiner Rede während der Einweihung von VENTUSmedic. „Heute stehen wir hier und können sagen dass wir mit den Johannitern als leistungsfähigen Akteur des Rettungswesens in Deutschland die richtigen Partner gefunden haben, um genau das definitiv sicherzustellen.“ „Die Johanniter haben eine hohe Investition und viel Know-how in diese Einrichtung eingebracht.“ Die Aufgaben dieser neuen Leitstelle sind unter anderem die Annahme von Notrufen aus den Offshore- Windparks, die Disposition der richtigen Rettungsmittel wie der eigenen, aber auch fremder Rettungshubschrauber, die Steuerung von telemedizinischer Unterstützung, und die Koordination mit geeigneten Kliniken.

Über die EMS Maritime Offshore GmbH werden des Weiteren auch nautische Dienstleistungen, wie z. B. die Koordination von Schiffen im Baufeld aus den Räumen der neuen Leitstelle heraus angeboten.
Weiterer Partner ist das Klinikum Oldenburg, das als medizinischer Maximalversorger die ärztliche Leitung des WINDEAcare-Konzeptes stellt.

Diether Liedtke, Ortsbeauftragter der Stedinger Johanniter, bemerkte der Standort im Ortsverband Stedingen sei nicht nur wegen der Rettungsschule Wesermarsch als rettungsdienstliches Aus- und Fortbildungszentrum, der Notruf-Zentrale und der Nähe zur Seefahrtschule Elsfleth mit seinen Einrichtungen ideal. Auch sei die Gemeinde Berne im Bereich Windkraft schon früh aktiv gewesen. „Am 30. November 1990 wurde hier die erste Windkraftanlage im Landkreis Wesermarsch installiert“, erinnerte Liedtke.

Wilfried Barysch, Mitglied des Regionalvorstandes des Regionalverbandes Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, beschrieb kurz den Weg von der Idee zur Realisierung der medizinischen Leitstelle Offshore VENTUSmedic. Erst am 24. Mai sei der Startschuss für das Projekt erfolgt. Die Umsetzung sei nur so schnell realisierbar gewesen, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut ausgebildet und hoch motiviert mitgearbeitet haben. „Dafür gilt mein ganzer Dank der Mannschaft hier vor Ort.“