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Dem Traum vom Fliegen auf der Spur

Emden. Die grenzenlose Freiheit über den Wolken macht für viele Menschen den Reiz des Fliegens aus. Dieses Gefühl verbindet auch die fünf Jugendlichen, die sich in der vergangenen Woche im Rahmen der Berufsinformationstage Emden bei der Northern HeliCopter GmbH mit Sitz am Flugplatz Emden über die Ausbildung zum Berufspiloten informierten. Laut Organisator Eckhard Lukas vom Berufsdienst, Rotary Club Emden, haben von 468 Anmeldungen tatsächlich 366 Schüler an der BIT 2016 teilgenommen.

Vor diesem Traumberuf steht jedoch die Ausbildung. „Und die ist nicht so einfach“, sagt Daniel Scherer. Er arbeitet seit eineinhalb Jahren als Hubschrauberpilot bei NHC. Das Unternehmen ist auf den Ambulanzhubschrauber-Dienst und die Offshore-Luftrettung spezialisiert. Sein Berufskollege Timm Wegener vom der Ostfriesischer Flug-Dienst GmbH (OFD) ist Linienpilot. Das erfahrene Unternehmen bietet unter anderem Linienflüge zu den Inseln Borkum und Helgoland sowie Rundflüge an. Beide Berufspiloten erläuterten den Schülern die Grundausbildung zum Berufspiloten und machten die Unterschiede zwischen der Arbeit eines Hubschrauber- und Linienpiloten deutlich.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Berufspiloten sind neben der psychischen und physischen Belastbarkeit  sowie der umfassender Allgemeinbildung auch sichere Kenntnisse in Englisch und Mathematik. Ausbildungsstätten verlangen zudem ein flugärztliches Tauglichkeitszeugnis. „Ich habe schon als Jugendlicher einen Segelflugschein gemacht und darüber meine Leidenschaft zum Fliegen entdeckt“, berichtet Daniel Scherer. Später habe er dann seine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten bei der Bundeswehr absolviert.

Fluglinien und Luftfahrtschulen mit entsprechender Zulassung sind in Deutschland Ausbildungsbetriebe, die zur Wahl stehen. Allerdings könne schon die Wahl des Anbieters spätere Arbeitsmöglichkeiten beeinflussen, denn die Ausbildung ist kostspielig und oft gleichbedeutend mit einer längerfristigen Bindung an den Ausbildungsbetrieb, ergänzt Timm Wegener.

Unterschieden wird in zwei Lehrarten. Die praktische durchgehende Ausbildung beinhaltet alle fliegerischen Verfahren, die speziell für berufliche Anforderungen geschult und trainiert werden. Voraussetzung für die modulare Ausbildung ist eine Privathubschrauber-Lizenz und eine Gesamtflugerfahrung von etwa 155 Flugstunden. Für die aufbauende Berufspilotenausbildung benötigt man weitere Flugstunden sowie entsprechenden Stunden in Theorie. Generell nimmt die Ausbildung zum Berufspiloten mehr Zeit in Anspruch. „Damit sind zwar auch Mehrkosten verbunden, doch wer die Leidenschaft des Fliegens in sich trägt, nimmt das auf sich“,  weiß  Timm Wegener. Und das wird schließlich belohnt. „Aufgrund der hohen Anforderungen für Berufspiloten übernimmt man mehr Verantwortung, kann größere Muster fliegen und hat letztendlich bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Daniel Scherer, der seinen persönlichen Traum vom Fliegen verwirklicht hat.

 

Dem Traum vom Fliegen ein Stück näher. Die Schüler informierten sich bei Daniel Scherer (rechts) und Timm Wegener (2.v.r) über die Ausbildung zum Berufspiloten.  Foto: Marion Bubolz